November 2016

Unter dem Zeichen Σ, für Summe versammeln sich anfangs November 2016 zum zweiten Mal rund 19 unabhängige Kunsträume aus dem Raum Basel um gemeinsam in der Öffentlichkeit aufzutreten. Es ist ein Wochenende mit einem vielfältigen Programm geplant. Die Veranstaltungen und Ausstellungen sind in den jeweiligen Kunsträumen. Der Keck Kiosk wird als Info-Point genutzt und ein gedruckter Stadtplan wird das Publikum durch das verlängerte Wochenende begleiten.
Gemeinsame Eröffnung von allen Räumen beim Keck Kiosk (Kaserne) Donnerstag, 03.11.2016, 19 Uhr und dauert bis zum 06.11. 2016 

ZIP zeigt in den eigenen Räumlichkeiten im Rahmen des Σ (Summe) Wochenendes den Deutschen Künstler Florian Thate.
Florian Thate arbeitet meist mit industriellen Materialien, welche er auf kraftvoll-physische Art und Weise bearbeitet. In seinem Schaffen spielen immer wieder Raum und Zeit eine zentrale Rolle. Im ZIP wird er eine neue Arbeit vor Ort entwickeln.

Florian Thate

Eröffnung
Freitag, 4. November 2016, 18 - 22 Uhr
Ausstellung
5. November bis Sonntag 4. Dezember 2016
Öffnungszeiten
Sonntag, 6. November 16 - 18 Uhr
oder auf Anfrage: infozip@gmx.ch
 
Finissage 
Freitag, 2. Dezember, 18 bis 20 Uhr

Adresse
Wettsteinallee 71, 4058 Basel
Tram 1 oder 2 ab Basel SBB bis Wettsteinplatz

















HIGH FIVE BASEL
Jeannice Keller, Patricia Murawski, Angelika Schori, Claire Zumstein 
Ausstellungsdauer
12. Juni bis 26. Juni, 2016


www.jeannicekeller.blogspot.com
www.patricia-murawski.de
www.angelikaschori.com
www.zumsteinclaire.com
Zur Ausstellung vom 14. November bis 6. Dezember 2015

ZIP zeigte im Rahmen dieser Projektraumausstellung 
2 Künstlerpositionen
Natacha Steiner (CH) und David Semper (D)



Beteiligung an der Ausstellung der Basler Projekträume
14. November bis 6. Dezember 2015 
Neben den institutionellen Kunstmuseen und kommerziellen Ausstellungsräumen gibt es in Basel über 20 Ausstellungsräume und Ausstellungsprojekte, die unabhängige und nicht kommerzielle Interessen verfolgen. Sie werden allesamt mit Leidenschaft geführt und belebt. Sie haben alle unterschiedliche Schwerpunkte, Qualitäten und Stärken und die Ausrichtungen sind vielfältig: regional, international, performativ, projektorientiert oder experimentell. Diese Ausstellungsorte sind sehr wichtig für die Basler Kulturszene, weil sie künstlerischen Experimenten Raum bieten und aufstrebenden Kunstschaffenden die Möglichkeit geben, ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Um dieses Engagement der Basler Projekträume sichtbar zu machen, lädt das KünstlerInnen-Kuratorenkollektiv Dr. Kuckucks Labrador und alle beteiligten Räume euch/Sie ein zur ersten gemeinschaftlichen Ausstellung aller ausserinstitutionellen Kunsträume. Unter dem Titel Σ, die Summe, soll ihre Arbeit konzentriert zugänglich gemacht, ihre Relevanz für das kulturelle Leben in der Stadt  sichtbar gemacht und ihre Vernetzung intensiviert werden. In Zusammenarbeit mit der Villa Renata, die als Gastgeberin fungiert, werden die Basler Kunsträume allesamt für drei Wochen unter dem Dach der Villa hausen und da selbst ihre spezifischen künstlerischen Konzepte vorstellen. Sie werden ihre Arbeitsweisen individuell und mit den verschiedensten Medien und unter Mitwirkung von regional und überregional tätigen Künstler_innen präsentieren. Ein vielfältiges Rahmenprogramm inklusive diskursiver Formate, die auf den Austausch innerhalb der Basler freien Kunstszene fokussieren, wird die Ausstellung begleiten.


Beteiligte Projekträume: 
dock, salts, hebel_121, villa renata, depot basel, deuxpiece, flatterschafft, kaskadenkondensator, dr. kuckucks labrador, pataphysisches, institut basel, ausstellungsraum klingental, a roland for an oliver, kunsthallekleinbasel, schwarzwaldallee, bblackboxx, deli projects, oslo10, invitro, fro, zip

ZIP

Seit Januar 2010 besteht der Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst  in Basel unter dem Namen zip. Der Name zip meint: Auf kleinem Raum werden „dichte“ künstlerische Arbeiten gezeigt. Uns interessieren vor allem Künstlerpositionen die malerisch- installative Arbeiten in Bezug zum Raum entwickeln.
Die Idee für den Raum entstand einerseits aus dem Bedürfnis und der Notwendigkeit heraus als Künstlerin über einen unabhängigen Ausstellungsraum zu verfügen, anderseits um mit anderen Künstlern/Innen und Interessierten grenzüberschreitend auszutauschen, neue Leute zusammen zu bringen und kennen zu lernen.
Private Projekte, die sich um die Vermittlung von Kunst bemühen und dieses in einem nicht - institutionellen und nicht - kommerziellen Rahmen tun finden wir lohnenswert. Wir denken sie bilden den Nährboden und Raum für neue überraschende künstlerische Ideen und deren Umsetzungen.
J.K.
Popcornschaufenster
Zur Ausstellung "Burst Sculpture"
vom 16 - 22. Juni 2014

Die Ausstellung "Burst Sculpture" wurde im Schaufenster des ZIP gezeigt. Beteiligt waren:


Livio Baumgartner, Igor Bleischwitz, Yolanda Esther Bürgi, Angela Cerullo & Giorgio Bloch, Adam Cmiel, Simon Czapla, Michael Dekker, Simon Egger, Annegret Eisele, Andrea Flemming, Tamara Hauser, Jeannice Keller, Vincent Kriste, Lena Kiss, Lysann König, Max LeißAlexandra Meyer, Patricia Murawski, Philippe Reinau, Kathrin Rüll, Aleschija Seibt, Steven Schoch, Angelika Schori, Evelina Velkaite, Martin Volmer, Claire Zumstein


unten, Popcorn der einzelnen Künstler









ZIP Ausstellungsraum, Intervention, Feld 4
Zur Ausstellung vom 8. - 29. Juni 2013
Sol LeWitt Loves Pancakes

ZIP zeigte eine Gruppenausstellung mit dem Titel; Sol LeWitt Loves Pancakes. Ausgangspunkt der Ausstellung war eine Konzeptarbeit von Sol LeWitt. Auf die Wände des Ausstellungsraums wurde eine Grundstruktur gezeichnet. Diese Struktur diente als Bilduntergrund für Arbeiten im A4 Format. Beteiligt an der Ausstellung waren:

Alfredo Aceto, Charlotte von Allmen, Jaz Ayling, Daniela Brugger, Kathrin Borer, Gaëlle Cherix, Katja Colling, Sylvain Croci-Torti, Grégory Corthay, Thomas Xaver Dachs, Sebastian Dannenberg, Judith Marlen Dobler, Annegret Eisele, Ilse Ermen, Lucas Erin, Elisa Fabbri, Daniel Felber, Agnès Ferla, Jonas Fleckenstein, Hirofumi Fujiwara, Stefanie Gerhardt, Sophie Grandjean, Camilo Gonzalez, Daniel Göttin, Caroline von Gunten, Barbara Hauser, Rodrigo Hernández, Andreas Hochuli, Leni Hoffmann, Seamus Hughes, Emmanuel Humbert, Sophie Innmann, Jeannice Keller, Lona Klaus, Lucie Kohler, Zora Kreuzer, Susanne Kuschel, Robin Lebey, Renée Levi, Christian Lippuner, Maija Luutonen, Tobias Maier, Kai Mailänder, Gerda Maise, Andreas Mattle, Miguel Meneses, Jeannette Mehr, Gowara Minsa, Rosanna Monteleone, Tomomi Morishima, Jonathan Naas, Karim Noureldin, Kriz Olbricht, Julia Oppenauer, Jürgen Oschwald, Andreas von Ow, Kyung Roh Bannwart, Uta Pütz, Philippe Reinau, Maja Rieder, Maeva Rosset, Kathi Ruohomäki, Habiba Saly, Olivier Saudan, David Semper, Pierre Soignon, Mirjam Spoolder, Natacha Steiner, Jens Stickel, Emanuel Strässle, Esther Strub, Lisa Schlenker, Nicole Schmid, Lukas Schneeweiss, Angelika Schori, Oliver Schuss, Hans Schweizer, Florian Thate, Evelina Velkaite, Stefan Wäldele, Johannes Willi, Giovanni Zaccariello, Antoine Zgraggen, Claire Zumstein, Monique Zumstein, René Zumstein



Zur Ausstellung vom 15. Dezember - 12. Januar 2013 mit
Vincent Kriste, Rafael J. Lutter, Igor Bleischwitz


Positionen der Malerei 

Welche Möglichkeiten dem Medium der Malerei in der zeitgenössischen Kunst bleiben, ist eine der am häufigsten gestellten Fragen, die sich an die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts und den damit einhergehenden Fragestellungen um die Evidenzkraft von Bildern anschliessen. Der Ausstellungsraum Zip nähert sich dieser Diskussion über die Zusammenführung der Werke dreier zeitgenössischer Kunstschaffender, deren Arbeitsfokus gleichsam auf das Medium Malerei gerichtet ist, die in ihren Werken allerdings auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Betrachter in Dialog treten und damit verschiedenartige Wahrnehmungsprozesse initiieren. 
Die gegenständlichen Arbeiten des aus Berlin stammenden Künstlers Igor Bleischwitz (1981) entlehnen ihre Motive vorrangig einer rätselhaft-unwirklichen Welt, wodurch Bildräume von mehrfacher Lesbarkeit geschaffen werden. Ein Hybridwesen, halb Mensch, halb Katze, richtet sich einem Horizont in der Bildtiefe entgegen und appelliert damit an eine innere Versunkenheit, während der als Motiv treu wiederkehrende Hund in seiner geneigten Haltung dieAufmerksamkeit des Gegenübers fordert. Die diesen Werken eigene, erzählerische Formung eines Bildraums und dessen Verschränkung mit dem Medium der Malerei vollzieht sich auf paradigmatische Weise in dem Gemälde „Der Schütze“, wo die gespachtelte weisse Farbfläche in direkte Konkurrenz zum gegenständlichen Motiv tritt. Dabei wirkt die malerische Geste einerseits formbildend als Bewegung des gespannten Bogens und zeigt sich andererseits als ein autonomes Bildelement von eigener Logik. 
Auf der gegenüberliegenden Wand dringt dagegen der mit Weihnachtsschmuck üppig ausgestattete Tannenbaum von Vincent Kriste (1979) in den Realraum des Betrachters vor. Die Originalgrösse des Weihnachtsbaums und die taktile Oberfläche des Reliefs machen das gezeigte Werk zu einem räumlich erfahrbaren Objekt, das seine Wirkung unmittelbar entfaltet, dessen Symbolik jedoch durch die porösen Stellen des Farbmaterials destabilisiert wird. Das in Kristes Werken stark ausgeprägte Kontextbewusstsein zeigt sich einerseits im Umgang mit den Erwartungshaltungen des Betrachters und andererseits in seiner formalen Bezugnahme auf den real vorhandenen Raum. So zeigen die zwei eigens für die Ausstellung angefertigten, ortsspezifischen Arbeiten eine ironische Selbstbefragung des Künstlers, die sich in der sowohl schriftlichen wie auch bildlichen Signatur mit der Person des Künstlers oder Produzenten befassen.  
Dagegen folgen die von Rafael Lutter (1978) ausgestellten Werke einem Prozess der Malerei, der klassische Form- und Kompositionsprinzipien negiert. Im Spannungsverhältnis zwischen Formauflösung und Formwerdung überlagern und durchdringen sich die gestisch aufgetragenen Farbschichten. Die Farbe selbst wird zum Gestaltungsmittel, das sich über die Leinwand in scheinbar unkontrollierter Manier ausbreitet und dabei eine undurchdringbare Textur erzeugt, welche sich einem symbolischen Deutungszugang bewusst entzieht. 
Die Präsentation der drei Positionen provoziert eine Auseinandersetzung mit deren unterschiedlichen Wirkungs- und Funktionsweisen. Die Hängung unter Berücksichtigung der räumlichen Gegebenheiten im Zip ermöglicht eine Annäherung der Werke, indem diese in einen gemeinsamen Kontext überführt und damit in einen Austausch gebracht werden, dessen Nachvollzug die visuellen und kognitiven Fähigkeiten des Betrachters fordert.  

Jasmin Sumpf 

Zur Ausstellung von Denis Handschin
A2S8₁₄

vom 25. August bis 22. September 2012
http://www.denishandschin.net











A2S8₁₄
Die Arbeit für das Zip begann mit einer Recherche bei der Stadtarchäologie Basel. Der Fokus richtete sich auf prähistorische Funde um den Ausstellungsraum im Wettsteinquartier. Das gesamte Kleinbasel war jedoch bis zur Bronzezeit mit einem auenhaften Flussverlauf durchzogen. Somit wurden allfällige Jagdgegenstände immer wieder weggeschwemmt. Die ersten Siedlungen waren auf den umliegenden Hügeln, also orientierte sich die Kleinbasler Seite in Richtung Riehen Bischoffhöhe / Oberfeld. Mehr und mehr begann sich das Gebiet mit Sedimenten vom Fluss namens Wiese zu überlagern. Der Rhein wurde so nach Westen gedrückt und erhielt allmählich seine heutige Position als unteres Rheinknie.

Während dieser stetigen Veränderung des Flussverlaufes wandelten sich auch einige Jäger und Sammler entweder zu sesshaften Gesellschaften, die Ackerbau und Viehhaltung betrieben, oder zu Hirtennomaden. In unseren Breiten- und Längengraden bezieht sich dies auf ca. 5000 v. Chr. In dieser Jungsteinzeit, dem Neolithikum, begann die Domestizierung wild lebender Tierarten. Gemäss einigen Funden auch die Ziege.

Heute werden Ziegen ein Gen von Spinnen verabreicht, um dann aus der Milch ein Protein zu gewinnen, mit welchem Seidenfäden herstellt werden können. Die Festigkeit eines solchen Fadens übertrifft jedes andere im Labor hergestellte Material bei weitem. Die extrem belastbaren Fasern könnten in der Medizin und bei der Herstellung neuer Werkstoffe ungeahnte Möglichkeiten eröffnen.

Im Ausstellungsraum Zip auf der Parzelle 1414 wird nun ein Ziegenspinnenhybrid dargestellt. Als Gegenpol ist an der anderen Wand eine weitere Grafik, welche die Jurakette vom Standpunkt aus in Richtung Süden zeigt. Diese Silhouetten sind die einzige Konstante, die sich seit dem Beginn der Haltung von Nutztieren an diesem Ort nicht mehr verändert hat. Die Zeichnung am Boden stellt ebenfalls markante Zäsuren vom Neolithikum bis heute dar. Es sind dies, das heutige Strassennetz und die damals mäandrierende Gewässerlandschaft. Durch die Ausgangslage, welche mit dem Ort begann, ist eine Assoziationskette entstanden, wo der Schluss- oder Anfangspunkt das mit Ziegenmilch auf Glas aufgetragene Mandala bildet.

Die endgültige Konstellation dieser verschiedenen Weltbezüge ist ein geistiger Vorschlag, welcher von jeder Person überdacht werden kann. Wie ist es um die Situation des bestehenden Netzes und wie wird es weiter gesponnen?
Zur Ausstellung von Marion Ritzmann 
"80 colour pencils"

vom 7. Juli bis 27. Juli 2012

Die als Installation angelegte Arbeit verändert sich während der Ausstellungsdauer prozesshaft und performativ und wird bis zur Finissage hin vollendet.


Finissage
Papiere, verschiedene Farbstifte













Vernissage





Die Arbeit von Marion Ritzmann bewegt sich hauptsächlich im Bereich der Installation und der Performance. Ihre Ideenwelt generiert sich durch Inputs und Impulse alltäglicher Beobachtungen. Die wahrgenommenen Fragmente werden anhand von Notizen oder Skizzen in einem Bilderarchiv gesammelt. Neu kombiniert und in andere Zusammenhänge gestellt entstehen aus den Beobachtungen Arbeiten, bei welchen ein Hauch von Absurdität mitschwingt. Marion Ritzmann adaptiert Strategien anderer Bildsprachen, um sie gleichzeitig subtil wieder zu demontieren. Ihre Arbeiten agieren immer auch kontextbezogen zum Ausstellungs-oder Aufführungsort. Ihr zentrales Interesse ist die Verschiebung der Wahrnehmung und somit Irritierung des Betrachters.